Die Freundschaftsgedichte sind wie Tröpfchen des Wassers auf der Freundschaftspflanze. Hier sind einige Freundschaftsgedichte, die Ihnen helfen, um Ihre Freundschaft noch mehr blühen zu lassen.
DEN FREUNDEN --- von „Goethe“
Des Menschen Tage sind verflochten,
die schönsten Güter angefochten,
es trübt sich auch der frei’ste Blick;
du wandelst einsam und verdrossen,
der Tag verschwindet ungenossen
in abgesonderten Geschick.
Wenn Freundesantlitz dir begegnet,
so bist du gleich befreit, gesegnet,
gemeinsam freust du dich der Tat.
Ein Zweiter kommt, sich anzuschließen,
mitwirken will er, mitgenießen;
verdreifacht so sich Kraft und Rat.
Von äußerm Drang unangefochten,
bleibt, Freunde, so in eins verflochten,
dem Tag gönnet heitern Blick!
Das Beste schaffet unverdrossen;
Wohlwollen unsrer Zeitgenossen,
das bleibt zuletzt erprobtes Glück.
NUR DAS MAG WIE MIT FESTEM ERZ... --- von „Emanuel Geibel“
Nur das mag wie mit festem Erz
In Freundschaft zwei Genossen binden,
Wenn Geist und Geist sich, Herz und Herz
In einem höhern Dritten finden.
AN EINEN FREUND --- von „Friedrich Von Logau“
Weil du mich, Freund, beschenckst mit dir,
So danck ich billich dir mit mir.
Nimm hin deßwegen mich für dich;
Ich sei dir du; sey du mir ich.
IN EIN STAMMBUCH --- von „Franz Grillparzer“
Dem nur blühet wahres Glück,
Den auf seinem Pfade Freundschaft leitet.
Was es seinen Lieblingen bereitet,
Gab dir alles das Geschick.
Eins nur ist zu geben mir geblieben
Und dies einzige biet ich dir an:
Eine Seele, die dich innig lieben
Und dir Freundschaft geben kann.
FREUNDSCHAFT --- von „Friedrich Hölderlin“
Wenn Menschen sich aus innrem Werte kennen,
So können sie sich freudig Freunde nennen,
Das Leben ist den Menschen so bekannter,
Sie finden es im Geist interessanter.
Der hohe Geist ist nicht der Freundschaft ferne,
Die Menschen sind den Harmonien gerne
Und der Vertrautheit hold, daß sie der Bildung leben,
Auch dieses ist der Menschheit so gegeben.
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